TedX Hamburg 2011 – persönlicher Bericht | 27.05.2011

Am 24.5. war die 2. TedX Hamburg, wieder organisiert von red onion unter der Leitung von Stephan Balzer. Und die Organisation war wirklich perfekt, die Stimmung im Hamburger Curio Haus super. Die Talks hatten auch wieder das erwartete tolle Niveau, allerdings waren die Inhalte zum Teil abstrakter als letztes Jahr. Im letzten Jahr begeisterte mich vor allem die direkte “Anfassbarkeit” der Projekte – man dachte öfters “Warum habe ich nicht daran gedacht?” oder “Das könnte ich direkt jetzt umsetzen”. Das fiel bei vielen der diesjährigen Vorträge schwerer (bei Hirnforschung oder medizinischer Forschung), das soll aber nicht die Qualität der Vorträge einschränken.

Für mich die besten Vorträge:

Bright Simons – mPedigree

Simons zeigte ein Projekt zur Validierung von Medikamenten in Afrika über Mobiltelefone. Das Problem von gefährlichen nachgemachten Medikamenten war mir so noch nicht klar und Simons machte vor allem deutlich, dass die beste Lösung manchmal mit einfachen technischen Mitteln auskommt. Er nannte dies den Unterschied zwischen “Invention”, der technischen Erfindung und “Innovation”, dem sozial nutzbaren Produkt.

Peter H. Seeberger – Carbohydrate Vaccines

Tolle kleine Erregerplüschtiere, und ein fantasievolles Legomodell sowie ein Mixer machten einen recht komplexen Stoff leicht verdaulich. Auch dieses Thema war mir völlig unbekannt. Sehr interessant war dann der Schluss: Die Diskussion des Problems, dass die Pharmaindustrie im Grunde nicht daran interessiert sein kann, sehr billige Medikamente verfügbar zu machen und dass dafür ein anderes Produktionsmodell gebraucht wird.

Mick Ebeling (Video) – The Invention that unlocked a locked-in Artist

Ein tolles Video, nicht nur wegen der Lösung (der EyeWriter (http://notimpossiblefoundation.org/index.php/projects), ein Open-Source-Gerät zur Computereingabe durch Augenbewegung), sondern vor allem wegen dem Schwerpunkt auf Initiative: “If not now, then when? And if not me, then who?”

David F. Flanders – 3D Printing: Flanders zeigte nicht nur Beispiele für 3D Printing und den 3D-Printer, der sich selbst replizieren kann, sondern vor allem auch, was für Auswirkungen ein gut funktionierendes und verbreitetes Drucksystem haben könnte. Die Traumvorstellung, dass man zu kleine Badeschlappen einfach selbst recycled und sich etwas Neues druckt, ist einfach fantastisch.

Morgan Spurlock – The greatest TED Talk ever sold


Während das genaue Ziel von Spurlock sehr lange nicht klar wird (an sich stellt er das System in Frage, benutzt es dann aber trotzdem selbst und verlangt Transparenz), ist der TED Talk einfach äußerst unterhaltsam.

Es gab noch weitere interessante Vorträge, die ich hier nicht gut zusammenfassen kann, einige vor allem von der Aussage her eher durchschnittliche (wenig überraschende) Vorträge und nur einen wirklich schlechten. Der Volkswagen-Vortrag soll vielleicht genauso wie der Linotype-Vortrag in Berlin der gesponserte Vortrag gewesen sein, er war aber wirklich völlig überflüssig. Dabei glaube ich wirklich, dass die Volkswagen Zukunftsforschung an tollen Projekten arbeitet, davon wurde aber nichts gezeigt und auch sonst war der Vortrag zumindest für mich völlig aussagefrei.

Also Fazit: Sehr gut, nächstes Jahr wieder!

TedX Berlin Personal Review | 16.11.2010

 

Yesterday, I was at TedXBerlin. It was my second TedX Conference after the TedXHamburg this year. And again it was a great experience, there were great talks (and only few mediocre ones). After the conference I feel so much positive energy to do the right things – just the right mood to start the planning of the next year :-) In Germany many people are moaning and lamenting at a very high level. And speaking about social issues, they keep waiting and pointing at governments and banks. I found it fascinating that at TedX, no one called for regulations or governmental actions. Instead, they called for fair markets and entrepreneurship, for private initiative.
So, all talks will be online as videos, but for now, what were the highlights for me? In sum, the talks that really got me were all about structure and communication. Very interesting: These are the things I could also provide – from my safe place here in Germany, with my company and network.

Simon Berry: Colalife

The organizers of TedXBerlin always try to find projects and people that are surprising to the audience and this was one of the talks my feeling was: I should have heard about it. Colalife is the idea to use the distribution chain of Coca Cola to bring medicine to the most inaccessible areas. Because at the moment, at this places you’ll find no medicine, but Coca Cola. What was most interesting for me was the fact that to make this model work, needs have to be transformed into demand, and the supply chain has to have a benefit for all distributors. Read more on http://www.colalife.org

Sugata Mitra: The child-driven education (video)

At tedxhamburg I was sceptic about the video presentations. But they were great, and this one was also. I knew about the “hole in the wall”-concept where computers with internet but without instruction were left in areas which no teacher can reach (India). It appears that the kids will teach themselves to use the computer and the internet to learn. But this talk showed that even more difficult tasks could be solved by kids with a computer, without knowing English at all. See for yourself.

Sir Ken Robinson: Bring on the learning revolution (video)

This was just a great speaker, but also with important points: He claims for de-industrialization of education. Instead of the linear model of “producing” educated people, we should move to a model based more on principles of agriculture, creating condition under which people will flourish. This is just great because it’s the opposite of what many countries (including Germany) try to do. Sir Robinson ends with a poem, concluding: “[...] every day, everywhere, our children spread their dreams beneath our feet. And we should tread softly”. The video.

Maha Alusi: Moments of happiness

Someone on twitter (@chartmann) said: “Maha Alusi made my day”. And that’s it, she’s a great storyteller. I’m not. So please wait for the video.

Maritta v. B. Koch-Weser: Wake up call for rainforest markets

This was one call for a market structure for rainforest products. Also very interesting that this really is the way to prevent further rainforest deforestation.

Jessica Jackley: Poverty, Money and Love (video)

Very emotional talk about the relationship of “the poor” and “the rich” and the great platform kiva.org. The video.

Other great talks

With my email inbox filling up, I have to close this short review. The scientific talks were also great:
  • Achim Peters: Examining the reasons for obesity, hardware and software failures in the amygdala (hey, something biological in my language)
  • Philipp Selenko: About molecular architecture
But also the short talks about specific applications are worth mentioning:
  • Raul Krauthausen: Wheelmap.org – an online service to mark restaurants and other facilities as handicapped accessible. In Ahrensburg everything is grey…
  • Sebastian Dittmann: Soundprism – with this tool even I could understood harmonics, it visually shows the coherences. Not enough reasons to buy an iPad, though. Android please!

And a choir!

As a former (or to say occasional?) choir singer, I was sceptic about the last talk, “Broadening the Scope of Choral Music”. But Simon Halsey, principal conductor of the Rundfunkchor Berlin, managed a 450 people audience to sing Carmina Burana. In 18 minutes. He really showed some important aspects of choir singing in that time. What was really great to see was that this man just has the right job.

 

Besser schwierig! | 21.07.2010

Immer wieder lerne ich Entwickler kennen, als Praktikanten, Studenten oder auch Selbständige, die an sich gut oder auch sehr gut sind, die intelligent sind und schon etwas können, die aber eine Eigenschaft haben, die mich ärgert: Sie wollen es einfach haben. An sich suchen sie ein Beschäftigungsfeld, wo sie wenig Arbeit haben und viel Geld verdienen.

Das ist nicht mein Weg. Ich versuche bei einem Projekt nicht den Gewinn zu maximieren, sondern die Leistung. Am liebsten habe ich es, wenn ich vom Kunden ein Budget habe und überlege, was man mit diesem Budget den maximalen Effekt für diesen Kunden erziele. Meine Kunden wissen, dass sie sich darauf verlassen können, dass ich sie nicht bescheiße, denn als solches empfinde ich auch viele Selbständige. Ich werde pro Stunde bezahlt und lasse mir diese Stunden gut bezahlen. Da versuche ich das Maximum aus diesen Stunden zu erzielen.

Nur durch sichtbare Leistung erziele ich wirklich Erfolge, mit denen ich mich gut fühle und der Kunde auch, mit denen der Kunde zufrieden ist und mich weiterempfiehlt. In einem Restaurant ist dieser Effekt offensichtlich: Wenn ich in einem Restaurant versuche, den Gewinn zu maximieren, indem ich den Zutatenverbrauch minimiere oder billige Küchenkräfte einstelle, werde ich keinen langfristigen Erfolg haben.

Und ich denke das ist das wichtige: Der langfristige Erfolg. Viele Praktikanten wundern sich, dass das was ich mache doch erstaunlich schwer ist, dass ich Kunden und ihr Geschäft wirklich versuche zu verstehen, dass ich Software stark anpasse für den Kunden mit viel eigenem Code (“Wirklich selbst geschrieben? Boah. Nicht irgendwo kopiert? Soviel Text?”) und insgesamt mehr Aufwand treibe, um den maximalen Effekt zu erzielen. Und dass ich Software auseinandernehme um zu verstehen, wie sie wirklich funktioniert, dass ich auch theoretische Hintergründe versuche zu verstehen und auch mal einen Physikkurs an der Fernuni belege um zu verstehen, wie mein Kunde (ein Forschungszentrum) denkt.

Und meine Meinung ist: Es ist gut, dass es schwer ist.

Ich halte es für viel einfacher, mit schwierigen Sachen, mit wirklicher Leistung Erfolg zu haben als mit einfachen Sachen, böse gesagt mit vorgetäuschter Leistung. Klar, man kann Glück haben. Aber man muss nicht. Wenn man wirklich etwas kann, wirklich etwas leistet, wenn man dem Kunden etwas geben kann, was einen Unterschied macht, dann ist der Erfolg meiner Meinung nach zwingend. Dann wird es immer jemanden geben, der das erkennt und der das weiterträgt.

Ein leider anonymes Zitat:

“There are always two choices. Two paths to take. One is easy. And its only reward is that it’s easy.”

Übrigens lerne ich auch auch immer mal wieder Leute kennen, die so denken wie ich – Firmen und Personen. Man erkennt sie daran, dass sie öfters mit mir zusammenarbeiten.

Über die Freiheit von persönlichen Entscheidungen | 1.07.2010

Ich hatte vor kurzem mit mit einer Freundin und ihrem Mann ein interessantes Gespräch. Meine Freundin hat sich gerade selbständig gemacht, war noch recht aufgeregt, aber sehr froh über die Entscheidung, eine Firma mit kaputten Strukturen zu verlassen und das zu machen, was sie wirklich mag.

Ich denke, der Kern, worüber wir sprachen, war: Die meisten Leute unterschätzen, was für eine Entscheidungsfreiheit sie haben. Viele träumen von einem Leben, was sie aber nie ausprobieren – weil sie das Risiko scheuen oder weil nicht klar ist, ob das reicht oder “weil es einfach nicht geht”. Das ist natürlich keine Entscheidungsgrundlage, also bleibt es beim “ich würde ja gerne”.

Ich denke: Jeder, der eine Idee oder eine Vision hat, sollte sie mit jemandem besprechen, der sie kalkulieren kann. Die meisten Selbständigen (die nicht nur selbständig sind, weil sie müssen) können das, die meisten, die BWL oder Wirtschaftsinformatik studiert haben und als Berater oder Manager gearbeitet haben. Es ist meistens nicht so schwierig ein Risiko zu kalkulieren – mit einiger Unsicherheit, aber eben als Abschätzung. Und ein kalkulierbares Risiko kann eine Grundlage für eine Entscheidung sein.

Ich denke, meist ist das Risiko gar nicht so hoch, wie man denkt. Selbständigkeit ausprobieren? Ja, mit etwas Aufwand: Fixkosten runterfahren, Business Plan mit dem Arbeitsamt für die Förderung aus der Arbeitslosigkeit klären und mit mehreren schon länger Selbständigen besprechen. Sich feste Minimumziele setzen mit klaren Konsequenzen, wenn diese nicht erreicht werden und Zwischenziele wieder von jemand externem prüfen lassen. So beschränkt man sein Risiko.

Auch Chancen lassen sich bewerten und damit das Potential einer Entscheidung. Was kann wirklich aus dem Projekt werden und was ist das Ergebnis – finanziell, aber auch nach anderen Messkriterien. Bei Selbständigkeit geht es vielen (auch mir) nicht nur um Geld verdienen, sondern vor allem auch darum, Freiheit zu erlangen – Freiheit über den Alltag, über Entscheidungen, über Arbeitsstrukturen. Und dann in Relation setzen: Lohnt es das Risiko?

Wenn möglich: Im Kleinen ausprobieren. Zu einer Vision von einem anderen Leben gehört für die Umsetzung ein Weg dorthin. Dieser Weg kann lang und in kleinen Schritten erfolgen – was ist denn der erste kleine Schritt? Fotographie ist ein schöner Traum, aber wie ist der Weg dahin – viele langweilige Jobs mit kleinkarierten Kunden? Kann ich mich wirklich von anderen Fotographen unterscheiden?

“Geht nicht” gibt es tatsächlich nicht. Meistens bedeutet es: “Ich habe mich für etwas anderes entschieden”. “Ich kann nicht ins Fitness-Studio” bedeutet: “Ich setze die Prioritäten so, dass mir andere Sachen wichtiger sind”. “Ich kann nicht im Ausland arbeiten wegen der Familie” bedeutet: “Ich habe mich zu einem bestimmten Zeitpunkt für eine Familie entschieden”.

Und das ist der zweite Teil einer Entscheidung: Wenn ich mich für etwas entschieden habe (und mich vorher hoffentlich mit den Risiken auseinandergesetzt habe), dann muss ich auch damit leben. Und nicht rumjammern, was ich verpasst habe. Daran ist nicht die Situation oder jemand anders schuld. Ich habe mich dafür entschieden. Und wenn ich es dadurch getan habe, dass ich etwas nicht entschieden habe.

Um mit zwei Covey-Zitaten zu enden:

While we are free to choose our actions, we are not free to choose the consequences of our actions.

und da das Leben nicht aus einer, sondern aus vielen Entscheidungen besteht:

Until a person can say deeply and honestly, “I am what I am today because of the choices I made yesterday,” that person cannot say, “I choose otherwise”

P.S.: Ich habe inzwischen verstanden, dass Selbständigkeit und Veränderung nicht für jeden etwas ist, vielen geht es nicht darum, etwas Besonderes zu erreichen, diese brauchen einfach einen Job. Dann aber auch bitte nicht ständig jammern über merkwürdige Aufgaben, Strukturen und Chefs. Ihr habt die Wahl, durch andere Jobs oder andere Möglichkeiten.

P.P.S.: Danke an Diana und Christopher für das Gespräch!

TEDx Hamburg: Highlights | 28.05.2010

Die TEDx Hamburg war toll. In diesem Artikel will ich nicht alle Vorträge zusammenfassen, sondern nur meine Highlights herausstellen.

Über die Konferenz

Nur ganz kurz: Die Location war super (kannte ich nur von Tanzveranstaltungen), das Catering war gut (der Kaffee könnte besser sein, richtig guter Kaffee scheint aber ein Problem auf Konferenzen zu sein). Das Format der TEDx ist für seinen Zweck (inspirieren, anstoßen) sehr gut, die Talks gehen nicht so tief, können sich dafür aber auf einen Kernpunkt konzentrieren (bei einigen Vorträgen fragt man sich, ob es sich lohnt, die Vortragenden für 20 Minuten eingeflogen zu haben). Für das Networking wünscht man sich irgendein interaktives Format oder eine Ausstellung, ich vermute aber, dass die TEDx Lizenz das nicht zulässt. Beim Thema “Reboot the future” hätte ich noch mehr direkt auf Nachhaltigkeit bezogene Talks erwartet, da wären einige Talks auf dem WUD sehr passend gewesen.

Meine Highlights

Der Star der Show war – überraschend – Professor Ernst Pöppel, ein Neurowissenschaftler, der Modelle des Zeitverstehens erklärte und den derzeitigen Stand zeigte, wie wir die Gegenwart wahrnehmen und wie man das im Alltag auch feststellen kann – in der Musik oder in der Sprache. Dabei brachte er aber ganz nebenbei so viele Wahr- und Weisheiten in seinem Vortrag unter und war so unglaublich unterhaltsam, dass er eine Zugabe geben musste, wahrscheinlich etwas sehr seltenes auf einer TED-Konferenz.
Weiteres Highlight waren die Entrepreneure Jeroo Billimoria und Bart Weetjens, die einfach ganz normale Menschen waren. Auf vielen Konferenzen sprechen ganz fürchterlich wichtige Leute, die auch so gestylt sind. Diese beiden sind ganz normale Menschen “von nebenan”, die auch sagen, dass man einfach das nutzen muss, was man weiß und was gebraucht wird – und dann etwas draus macht. Beide nutzten ganz einfache Mittel (Telefone/Ratten), passten sie an lokale Gegebenheiten an, ließen sich nicht durch fehlende Unterstützung aufhalten und haben jetzt unheimliche Erfolg – und Wirkung.
Und das dritte Highlight war ein Video, das gezeigt wurde. Den Titel “Gaming can make a better world”  fand ich eher merkwürdig, aber Jane McGonigal ist einfach eine unglaublich tolle Rednerin und ihr Punkt hat auch Substanz, auch wenn sie überspitzt. Menschen sind unglaublich produktiv in Spielen und Menschen sind viel motivierter, etwas Herausragendes zu leisten, es auch immer und immer wieder zu probieren. In der realen Welt führen Probleme viel schneller zu Frustration, niemand versucht in der realen Welt einen “Epic Win”. Jane ist Spieledesignerin, einige ihrer Ideen aus World of Warcraft:
  • da sind viele, die uns helfen bei unserer Mission, die Welt zu retten
  • die Mission, die wir bekommen, passen zu unserem derzeitigen Level. Sie ist schwierig, aber nie zu schwierig
  • es gibt keine Tatenlosigkeit, keine Arbeitslosigkeit – immer ist etwas Wichtiges zu tun
  • die epische Story begründet, warum wir da sind, warum wir das machen, was wir machen.
  • positives Feedback: Man steigt Levels hoch und bekommt Boni
Ein paar Statistiken von der Sprecherin: Alle Spieler von WoW haben zusammen 5.93 Millionen Jahre in der Welt verbracht. Kinder haben heutzutage mit 21 Jahren 10.000 Stunden Spielerfahrung. Nach Jane entstehen so “Super-empowered hopeful individuals” mit vier Superkräften: Urgent Optimism, Social Fabric, Blissful productivity, Epic meaning.
Sehr schön finde ich “Urgent Optimism”: An epic win is always possible.
Das Ziel von Jane McGonigal sind Spiele, die die Welt wirklich verändern. Und ich glaube ihr, dass das geht: http://www.urgentevoke.com. Vielleicht zeigt ihr Ansatz aber auch Fehler in der realen Gesellschaft, vielleicht muss man Teile der Gesellschaft (Schule? Ausbildung? Sportvereine?) ein bisschen mehr wie ein Spiel aufbauen. Ich bin da vorsichtig und ja in Schule und Ausbildung immer eher der Meinung, dass Lernen keine Dienstleistung sein kann (“lern mich mal was”), sondern sich Schüler alles selbst erarbeiten müssen. Aber vielleicht sollte man ihnen immer etwas geben, was auf ihrem Level ist, ihnen ein episches Ziel geben und reichlich positives Feedback.

Die abstrakte Ebene

Ich denke das abstrakte Thema dieser Konferenz war, wie man verändernde Kräfte aufbaut. Wie man:
  • Was es für Grundlagen für Innovationen gibt (Pöppel, Barlow)
  • Wie man Ideen für Veränderung entwickelt (Putz, Kufus, Sauter, McGonigal)
  • und wie man dann einfach startet und durchhält (Billimoria, Weetjens, Hill, Schierhorn)
Im Sinne von “Reboot the future”: Gelungen!