Something completly different: Mein MacBook | 17.07.2008
Nachdem ich seit letzter Woche den Totalausfall erleide (mein Sony hat einen Hardwareschaden und ich arbeite auf einem ziemlich lahmen Single-Core-Festrechner), habe ich mir jetzt tatsächlich ein MacBook gekauft. Ein weißes 13,3″ in Standardkonfiguration.
Gründe für den Wechsel waren unter anderem:
- Ich halte Windows Vista für ziemlichen Schrott, habe noch keine vernünftig laufende Installation gesehen. Und auch wenn man jetzt noch Rechner mit Windows XP kriegt, halte ich es nicht für vernünftig, auf eine Technologie zu setzen, bei der man die Nachfolgetechnologie schlecht findet.
- Ich hatte auf meinem Notebook zuletzt drei verschiedene Linux-Simulationen laufen (cygwin, vmware, colinux). Das geht, ist aber schon eine Krücke.
- Das MacBook hat wirklich ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis (vor allem weil ich für Windows immer die wirklich teuren Sonys gekauft habe).
Die Alternativen waren daher eigentlich nur MacBook oder ein Thinkpad mit Ubuntu. Und auch wenn ich ideologisch von Ubuntu überzeugt bin, ist das MacBook für mich im Moment glaube ich die besser Wahl.
Und der Eindruck des ersten Tages? Es ist schon cool. Es ist anders, aber es lohnt sich. Man hat so kleine Aha-Erlebnisse, Sachen, die so funktionieren, wie sie sollten.
- Beim Kopieren berechnet Finder eine Zeit, die tatsächlich stimmt.
- Eine Installation ist meistens nur das Kopieren einer Datei
- Das Terminal ist ein richtiges Terminal
- Das System hat über 50.000 Pystones
- Zuklappen/Aufklappen ist sehr cool
Es gibt auch kleine Einschränkungen. Einige Screens finde ich schick, aber etwas unaufgeräumt. Auch z.B. ScribeFire sieht irgendwie komisch aus. Die Maustaste vom Touchpad ist wirklich merkwürdig, total schwammig und das Klicken per Tippen verhält sich komisch. Die USB-Ports sind zu dicht zusammen, neben meiner Maus kriege ich meinen UMTS-Stick nicht rein.
Die Programme sind cool, ob ich mich an Mail gewöhne, weiß ich noch nicht sicher. Genauso weiß ich noch nicht, ob ich mich an den Finder gewöhne. Meine Entwicklungsumgebungen (Flex Builder, Aptana) laufen soweit.

July 17th, 2008 at 21:14
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August 20th, 2008 at 9:41
Tja… mein Macbook-Kauf ist schon etwas her, und ich vermisse schon etwas Komfort besonders im Finder, aber es gibt immer noch viele Dinge, die einfach ungeschlagen sind … folgende Tools _musst_ du dir ansehen:
- Textmate. Einen besseren Programmierer-Editor gibt es nicht, besonders für Webdesign. Und das sagt ein überzeugter Vim-User. :)
- Safari 3.x ist soo schlecht nicht und hat eine Art “firebug” eingebaut. Firefox unter OS X ist zusammen mit Delicious ein leichter CPU-Fresser, die Last geht aufgrund des Delicious-Plugins nie unter 5%. Safari kann auch Delicius mit Plugins und ist viel leichter.
- Es gibt ein paar “Terminal” Alternativen, die vielleicht einen Blick wert sind.
- Adium X für alle Messenger-Protokolle (basiert auf GAIM).
- QuickSilver. Die “Shell” für die OS X Oberfläche. Das Ding ist so mächtig, dass ich zwei Jahre gebraucht habe, um es wenigstens halbwegs zu begreifen.
- Es gibt FUSE für OS X (MacFUSE), damit kannst du (ua.) FTP- und SSH-Verbindungen “mounten”, inkl. GUI. Sehr nützlich, um auf einem Server direkt was zu editieren.
Weiteres gerne per Mail (bin gerade nicht zuhause am Macbook .. :) )
Gruß Jens
August 20th, 2008 at 10:33
Hmm, die Formatierung von Kommentaren sollte ich etwas verbessern. Danke für die Tipps. Zum Entwickeln benutze ich ja Aptana, das läuft mit kleinen Einschränkungen ganz gut. Als Editor nehme ich bisher Smultron, aber TextMate ist auf der “Zu testen”-Liste. Safari verwende ich zur Zeit nicht, weil ich die Tastenkombinationen nicht raffe… Quicksilver war einer der Gründe, auf Mac zu wechseln :-)
Was für mich noch wichtig ist, sind Witch und Things. Things ist supercool.
Ich versuche auch immer noch, mit dem Finder klarzukommen, bin da aber immer noch reichlich ineffizient.
Was mir unter Mac jetzt noch wirklich fehlt sind Speedcommander und MyInfo. Nächste Entscheidung ist: iPhone oder nicht iPhone.