Was ist wirklich wichtig? | 20.11.2009
Der Nachhaltigkeits-Track auf dem WUD hat mich selbst wieder auf das Thema Nachhaltigkeit gebracht. Sehr wichtig fand ich auch, dass auf dem WUD unheimlich viele Leute mit positiver Energie waren – die Designer, Usability-Experten und Informationsarchitekten wollen in ihren Projekten etwas verändern, sie wollen eben nicht mit dem Status Quo leben.
Ich glaube ja, dass man seine Arbeit so gestalten sollte, dass man wirklich einen positiven Unterschied macht. Und ich bin umgeben von Menschen, die einen Unterschied machen können. Von Designern, Entwicklern, Ingenieuren, Konzeptionern, langfristig denkenden Ökonomen.
Was ist zu tun? Direkt arbeiten wir schon auf mehreren Fronten: Wir machen Kommunikations- und Prozessberatung für Organisationen – wir machen Organisationen effektiver. Organisationen sind ein aktiver Bestandteil der Gesellschaft und machen einen Unterschied bei der Vermittlung von Werten. Weitere Thema ist die Vermittlung von Wissen und Werten. Ich denke hier geht es neben globalen Kampagnen vor allem um lokale Entwicklung: Wir arbeiten mit Schulen, dies würde ich gerne mit Schülerprojekten und Juniorfirmen ausbauen. Wir arbeiten mit lokalen Organisationen an Chancen für behinderte Menschen.
Was fehlt ist noch Aktivität im Bereich von Unternehmen. Hier geht es um die Effizienz von bestehenden Prozessen (grüne Druckproduktion, Umweltmanagement, Abfallreduktion, Logistikoptimierung, Open Source). Aber eben noch mehr um die Entwicklung von neuen Geschäftsmodellen, Produkten und Services (Innovationsmanagement, Kooperationen, neue Medienformen, Mietmodelle).
Ich glaube, Unternehmen haben die größten Handlungsmöglichkeiten. Ich glaube auch, dass man als Unternehmen die professionellste Leistung entwickeln kann. Es gibt viel zu tun. Wir können auch viel tun.
Ich denke, der erste Schritt ist die Entwicklung einer positiven Zukunftsutopie.
